VOLLATHS ★9.3

Café · München · ⭐ 9.3/10 · 2465 Bewertungen · aktualisiert: 2026-08-10 15:32:00

Adresse: Thalkirchner Str. 1, 80337 München, Deutschland

Die meisten Frühstückslokale bestrafen Langschläfer. Wer nach elf kommt, bekommt die Mittagskarte und ein Achselzucken. VOLLATHS hat genau diese Regel gestrichen: Hier gibt es Frühstück den ganzen Tag, ohne Sperrstunde für Rühreier und ohne die stille Belehrung, man hätte früher aufstehen sollen. Das klingt nach einem Detail und ist in Wahrheit die ganze Geschäftsidee — an einer Ecke am Rand der Altstadt, unweit des Sendlinger Tors, in einem Viertel, das ohnehin später aufwacht als der Rest der Stadt.

Höhepunkte

  • Frühstück zu jeder Tageszeit — der Kern des Konzepts und der Grund, warum das Haus so voll ist.
  • Eckhaus mit großen Fenstern an einer belebten Kreuzung: Beobachtungsposten inklusive.
  • Kaffee von einer Münchner Rösterei, kein anonymer Großhandelskaffee.
  • Brot von einer kleinen Bäckerei statt aus dem Aufbackofen — bei einem Frühstückslokal die wichtigste Zutat überhaupt.
  • Tee von einer Manufaktur aus dem Chiemgau, ebenfalls mit Namen statt aus dem Beutelkarton.
  • Hausgemachte Kuchen in der Vitrine, von Käsekuchen und Karottenkuchen bis zu Mandel- und Cremetorten.
  • Wechselnde Mittagsgerichte für alle, die doch etwas Warmes und Herzhaftes wollen.
  • Frisch gepresste Säfte, die Gäste auffallend oft eigens erwähnen.
  • Regionale und saisonale Beschaffung als erklärte Linie des Hauses, nicht als Dekoration auf der Karte.

Was in der Tasse ist

Man sollte hier klar sagen, worum es geht: Dies ist kein Specialty-Betrieb, der einen Brew Bar betreibt und über Anbauhöhen spricht. Der Kaffee kommt von einer Münchner Rösterei, mit der das Haus zusammenarbeitet und die es selbst als die beste der Stadt bezeichnet. Das ist eine bewusste Entscheidung gegen anonymen Großhandelskaffee und für einen benannten lokalen Partner — genau die Kategorie, die man von einem guten Frühstückscafé erwarten darf.

Praktisch heißt das: Was hier ins Glas und in die Tasse kommt, ist ordentlich gemacht und passt zum Essen, aber es ist die Begleitung und nicht der Hauptdarsteller. Cappuccino, Milchkaffee, Espresso — das Übliche, gut ausgeführt. Wer eine hell geröstete Einzelherkunft im Handfilter sucht, ist in einer Röstereibar besser aufgehoben und wird das hier auch nicht vermissen, weil er ohnehin wegen des Tellers gekommen ist.

Zwei Dinge verdienen dabei mehr Aufmerksamkeit, als sie normalerweise bekommen. Erstens der Tee: Er stammt von einer kleinen Manufaktur aus dem Chiemgau, was ihn über den üblichen Beutelstandard eines Frühstückslokals hebt. Zweitens die frisch gepressten Säfte — Gäste erwähnen ausdrücklich, dass man dem Glas ansieht, dass es gerade gepresst wurde. In einem Haus, in dem Frühstück den ganzen Tag läuft, ist das kein Nebenschauplatz, sondern ein regelmäßiger Bestandteil der Bestellung.

Wer dahintersteht

Der Name steht für eine Person: Das Haus wird von Andreas Vollath geführt und trägt seinen Namen. Das ist mehr als eine Formalie. Ein Betrieb, der so heißt wie sein Inhaber, kann sich schlechter hinter einer Marke verstecken, und die Beschwerde landet immer bei derselben Adresse.

Über die Vorgeschichte ist öffentlich wenig zu erfahren, und das soll hier nicht durch eine Erzählung aufgefüllt werden, die es nicht gibt. Was sich stattdessen belegen lässt, sind die Entscheidungen: eine Münchner Rösterei statt Großhandel, eine kleine Bäckerei statt Aufbackware, eine benannte Teemanufaktur, regionale und saisonale Beschaffung als erklärte Linie. Das sind teurere Wege als die naheliegenden, und sie erzählen mehr über die Haltung des Hauses als jede Gründungsanekdote.

Auch die zweite Grundentscheidung gehört hierher: Frühstück ohne Zeitgrenze. Betriebswirtschaftlich ist das unbequem, weil die Küche den ganzen Tag zwei Karten parallel fahren muss. Für den Gast ist es der ganze Unterschied — und es ist der Grund, warum dieses Haus in einem Viertel voller Cafés eine eigene Rolle gefunden hat.

Wofür es sich eignet

Spätes Frühstück, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Das ist die stärkste Achse und der Grund, sich diese Adresse zu merken. Wer um zwei Uhr nachmittags Eier und Avocado will, bekommt sie hier ohne Diskussion. Für Schichtarbeitende, Reisende mit verschobenem Rhythmus und alle, die am Wochenende später anfangen, ist das in München eine begrenzte Ressource.

Wochenendbrunch zu zweit oder zu viert. Das klassische Szenario und gleichzeitig die vollste Zeit. Die Karte ist breit genug, dass Herzhaftes und Süßes am selben Tisch funktionieren, und die Portionen werden von Gästen einhellig als großzügig beschrieben.

Ein Treffen, bei dem gegessen wird. Anders als in einer reinen Kaffeebar ist hier ein Gespräch über zwei Stunden mit Teller vor sich völlig normal. Für ein Wiedersehen, ein ruhiges Arbeitsgespräch zu zweit oder ein Gespräch, das Zeit braucht, ist das Format richtig.

Allein sitzen und aus dem Fenster schauen. Die Ecklage mit großen Scheiben an einer belebten Kreuzung macht diesen Ort zu einem guten Beobachtungsposten. Mit einem Buch, einem Kaffee und einem Stück Kuchen ist das eine der angenehmeren Stunden, die man in diesem Teil der Stadt verbringen kann.

Warm essen am Mittag. Es gibt wechselnde Mittagsgerichte, das Haus ist also nicht auf Frühstück reduziert. Wer aus der Nachbarschaft kommt und einfach etwas Ordentliches essen will, wird hier bedient.

Arbeiten mit dem Laptop — mit Einschränkungen. Das Haus erklärt dazu öffentlich nichts, weder Zusage noch Verbot. Das Format spricht dafür, dass in ruhigen Randzeiten niemand Anstoß nimmt. Zu den Frühstücksstoßzeiten ist es dagegen die falsche Idee: Gäste berichten selbst davon, dass es morgens sehr voll wird und das Personal alle Hände voll zu tun hat. Behandeln Sie es als Wahrscheinlichkeit außerhalb der Spitzen, nicht als Zusage.

Der Raum

Das Haus sitzt an einer Straßenecke, und dieser Grundriss prägt alles. Große Fenster auf zwei Seiten bringen viel Tageslicht herein und machen die Plätze an der Scheibe zu den beliebtesten im Raum — man sieht die Kreuzung, die Radfahrer, die Leute mit Einkaufstüten, und ist doch nicht mittendrin. Diese Kombination aus Ruhe innen und Bewegung draußen ist der eigentliche atmosphärische Wert dieser Adresse.

Innen ist die Sache unaufgeregt und hell gehalten: ein Gastraum mit normalen Tischen, eine Vitrine mit den hausgemachten Kuchen als sichtbarer Mittelpunkt und keine gestalterische Überinszenierung. Das ist ein Tagescafé und will auch nach einem aussehen. Die Kuchenvitrine gehört dabei ausdrücklich zur Einrichtung — sie steht so, dass man beim Hereinkommen daran vorbeimuss, und das ist selten ein Zufall.

Die ehrliche Schwäche ist die Auslastung zu den Hauptzeiten. An Wochenendvormittagen ist das Haus voll, es kann Wartezeit geben, und der Geräuschpegel steigt entsprechend. Das Haus hält an Wochenenden bewusst einen Teil der Tische für spontane Gäste frei, was fair ist, aber die Grundrechnung nicht ändert: Wer Ruhe will, kommt außerhalb der Spitzen.

Mehr als Kaffee

Hier ist die Antwort ein klares Ja, und zwar deutlicher als bei fast jeder anderen Adresse dieser Liste: Das Essen ist der Hauptgrund für den Besuch, nicht die Beilage. Es gibt eine umfangreiche Frühstückskarte mit zusammenstellbaren Varianten, dazu belegte Brote, herzhafte Teller, wechselnde Mittagsgerichte und Bowls im modernen Register.

Die Küche arbeitet mit Zutaten, die das Haus benennt: Brot von einer kleinen Bäckerei, regionale und saisonale Produkte, hausgemachte Kuchen. In der Vitrine finden sich Käsekuchen, Karottenkuchen sowie Cremetorten und Mandeltorten — der Anspruch liegt sichtbar über dem eines Cafés, das Kuchen zukauft.

In Gästeberichten tauchen die Frühstücksteller am häufigsten auf, oft mit dem Zusatz, dass die Portionen groß und die Zutaten frisch sind, und ebenso oft die frisch gepressten Säfte. Wer also nur einen schnellen Espresso im Stehen will, ist hier unterfordert. Wer eine Mahlzeit sucht, ist genau richtig.

Wann kommen

Die Grundregel lautet: Meiden Sie den Wochenendvormittag, wenn Sie Ruhe wollen — und nehmen Sie ihn in Kauf, wenn Sie die volle Brunchstimmung wollen. Das ist die dichteste Zeit des Hauses, mit Wartezeiten und einem Personal, das sichtbar unter Volllast arbeitet.

Der große Vorteil dieser Adresse ist, dass die Ausweichzeiten funktionieren. Weil Frühstück nicht an einen Zeitfenster gebunden ist, kann man am frühen Nachmittag genau dasselbe bestellen wie am Vormittag — nur in einem halbleeren Raum. Für viele Gäste ist das der beste Kompromiss überhaupt. Werktags ist die Lage insgesamt entspannter, und der späte Nachmittag ist der ruhigste Streifen des Tages. Die aktuellen Zeiten stehen im Öffnungszeiten-Block auf dieser Seite.

Anfahrt

Sie befinden sich in der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, wenige Minuten südlich des Sendlinger Tors und damit direkt an der Schwelle zum Glockenbachviertel. Die U-Bahn- und S-Bahn-Station am Sendlinger Tor ist der naheliegendste Zugang und aus jedem Teil der Stadt gut erreichbar; zu Fuß ist es von dort ein kurzer Weg. Wer aus der anderen Richtung kommt, orientiert sich am Verlauf der großen Ausfallachse nach Süden.

Als Landmarke taugt die Kreuzung selbst: Das Haus liegt an einer Ecke mit großen Fensterfronten und ist von beiden Straßenseiten gut zu sehen — anders als viele Cafés im Viertel, die man erst beim zweiten Vorbeigehen bemerkt. Mit dem Rad kommt man hier am bequemsten an; mit dem Auto ist die Parkplatzsuche in dieser Gegend ein eigenes Projekt.

Gut zu wissen

Drei praktische Hinweise. Erstens: Wenn Sie zu zweit oder in größerer Runde am Wochenende kommen wollen, fragen Sie vorher nach einem Tisch — ein Teil der Plätze bleibt bewusst für Laufkundschaft frei, aber darauf allein sollte man sich nicht verlassen. Zweitens: Bestellen Sie einen frisch gepressten Saft dazu; das ist der Posten, den Gäste am häufigsten von sich aus loben. Drittens: Wenn Sie Ruhe brauchen, verlegen Sie den Besuch auf den frühen Nachmittag — Sie bekommen dieselbe Frühstückskarte in einem deutlich leereren Raum.

Und ein Wort zur Einordnung: Das ist ein Tagescafé mit Küche, kein Kaffeespezialistenort und kein Restaurant für den Abend. Wer das erwartet, was es ist — ein gutes, gut beschafftes Frühstück ohne Zeitdruck an einer hellen Ecke —, geht hier selten enttäuscht wieder hinaus.

Fragen und Antworten

Gibt es wirklich den ganzen Tag Frühstück?

Ja, das ist der Kern des Konzepts. Die Frühstückspositionen laufen durchgehend und werden nicht mittags von der Karte genommen.

Woher kommt der Kaffee?

Von einer Münchner Rösterei, mit der das Haus zusammenarbeitet. Kein anonymer Großhandelskaffee, aber auch kein Brew Bar mit wechselnden Einzelherkünften — hier ist der Kaffee die Begleitung zum Essen.

Kann man richtig essen oder ist das nur Kuchen?

Man kann richtig essen. Neben der Frühstückskarte gibt es belegte Brote, herzhafte Teller und wechselnde Mittagsgerichte; die hausgemachten Kuchen sind ein zusätzliches Angebot.

Wann ist es am vollsten?

Am Wochenendvormittag. Dann muss man mit Wartezeit rechnen. Werktags und am frühen Nachmittag ist es deutlich entspannter.

Kann man reservieren?

Ja, wobei am Wochenende bewusst ein Teil der Tische für spontane Gäste frei bleibt. Für größere Runden lohnt sich die Anfrage vorab.

Kann man hier mit dem Laptop arbeiten?

Außerhalb der Stoßzeiten wahrscheinlich ja, aber das Haus sagt dazu öffentlich nichts. Zur Frühstückszeit ist es die falsche Idee — dann ist jeder Tisch gefragt.

Gibt es vegetarische Optionen?

Ja, die Frühstückskarte ist zusammenstellbar und enthält reichlich fleischlose Positionen, von Avocado-Varianten bis zu süßen Tellern.

Was ist außer Kaffee zu empfehlen?

Die frisch gepressten Säfte und der Tee von einer Manufaktur aus dem Chiemgau. Beides hebt sich merklich vom Standard eines Frühstückslokals ab.

Ist das ein Abendlokal?

Nein, der Schwerpunkt liegt eindeutig auf dem Tag. Wer einen Abend mit Karte und Bar sucht, sollte sich anders entscheiden.

Öffnungszeiten

Tag Zeiten
Montag 08:00–22:00
Dienstag 08:00–22:00
Mittwoch 08:00–22:00
Donnerstag 08:00–22:00
Freitag 08:00–22:00
Samstag 08:00–22:00
Sonntag 08:00–22:00

Gästebewertungen

  1. Маргарита Дубовик

    прекрасна новорічна атмосфера, приємне обслуговування та смачна їжа

  2. Kateryna

    Ми замовили Abocado-Love і Norweger з апельсиновим соком. Принесли дуже швидко. Порції великі та все свіже. Сік був дуже смачний і видно, що фреш був свіжий. З задоволенням прийдемо ще на сніданок/бранч. До речі, позиції…

  3. Antony S

    Дуже багато людей зранку, персонал не встигає всіх швидко обслуговувати. Але в цілому гарте місце, гарна кава. Яйця Бенедикт мають бути не такі як на фото)

Bewertungen zuletzt aktualisiert: 2026-08-10 15:32:00

Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quellen: munichka.eu sowie redaktionelle Auswahl anhand von Bewertungen.

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